Das Flüchtlingsdrama wird uns noch länger beschäften. Wir sammeln hier ein paar Fakten, geben Einblicken und Sichtweisen zum besten und sagen euch, wo ihr in Ingolstadt am besten mit anpacken könnt, um das Ganze positiv über die Bühne zu bringen.

Zuallererst einmal gibt es ja verschiedene Haltungen dem Flüchtlingsthema gegenüber. Wir empfinden es als selbstverständlich verfolgten Menschen einen sicheren Hafen zu bieten. Diese Haltung ergibt sich aus unserer Ansicht zum einen aus unserer abendländischen, christlichen Kultur der Nächstenliebe, zum anderen aus der Verantwortung, die ein Land aufgrund seines globalen Handelns für andere Menschen innehält. ( *hust* Waffenexporte *hust*)

Wir wissen jedoch, dass nicht alle Bürger in Ingolstadt so denken. Besorgte Menschen als dumm abzukanzeln ist nicht unser Stil, von daher wollen wir hier einen kurzen Einblick geben, worauf sich unsere Haltung begründet und wie wir zu den Argumenten stehen, die oft gegen Flüchtlinge hervorgebracht werden. Die folgende – “Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen”, Flüchtlings FAQ Liste befindet sich im ständigen auf und umbau. Wir freuen uns über jeden Beitrag, der diese Liste erweitert!

Zunächst empfehlen wir zur Aufklärung dieses Video

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Flüchtlings FAQ

 

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[accordion title=”Die Flüchtlinge laufen mit Iphone’s rum!?”]Ja, einige Flüchtlinge laufen mit teuren Smartphones umher, das liegt bspw. daran dass Syrien ein recht hoch entwickeltes Land war und die Menschen dort finanziell nicht unbedingt schlecht aufgestellt waren. So ein Iphone bringt einem nur wenig, wenn die eigene Regierung einen mit Fassbomben bewirft und Islamisten einem nach dem Leben trachten. [/accordion]

[accordion title=”Für Deutsche ist schon kein Geld da, warum also für Flüchtlinge zahlen? “]Es stimmt, an allen Ecken wird gekürzt, das liegt aber nicht an den Flüchtlingen, sondern daran, dass wir seit Jahren eine neoliberale Politik in Europa verfolgen, in der Staaten ihre Sozialsysteme abbauen. Die Verteilung des Wohlstandes ist das Problem. Das Geld wird zunehmend denen genommen, die sich nicht wehren können. Wären die Flüchtlinge nicht da, würde sich die Situation für die sozial schwachen trotzdem nicht verbessern. Paradigmenwechsel: Um etwas an dieser Unterfinanzierung der Kommunen und Sozialeinrichtungen zu ändern, bedarf es einen europäischen Politikwechsel. Die Gruppe derer, die durch die neoliberale Politik angeschissen ist, wächst durch die Flüchtlinge und somit die Chance, hier eine Änderung zu erreichen. [/accordion]

[accordion title=”Soviele Flüchtlinge hält unser Land doch nicht aus!?”]First world problems. Geld ist genug da, es kommt nur darauf an wofür man es einsetzen möchte. Schaut man sich andere Länder an, merkt man auf welchem hohen Niveau hier gemeckert wird. Der Libanon (selbst poor as fuck) hat einen Flüchtlingsanteil von 30% zur eigenen Bevölkerung, bei uns spielt sich das Ganze im Prozentbereich ab und wir haben ein gutes stabiles Verwaltungs- und Staatssystem. Zum Problem wird eher, dass man sich zugleich noch darum kümmern muss, die Schutzbedürftigen und deren Einrichtungen auch noch hier zu schützen und nach Brandanschlägen wieder aufzubauen. Paradigmenwechsel: Unser Land altert und wir werden in ein paar Jahren ein richtiges Problem bekommen. Die Menschen, die jetzt kommen sind dankbar, Schutz bekommen zu haben, hochmotiviert und teilweise bereits gut ausgebildet. Etwas besseres kann uns rein Volkswirtschaftlich gesehen nicht passieren.[/accordion]

[accordion title=”Unsere Kultur ist bedroht, Deutschland wird islamisiert!?”]Zum einen gibt es rein statistisch bisher keinerlei Bedrohung seitens des Islams. “Wir” Deutschen sind noch ganz klar in der Überzahl und es wird niemand gezwungen zum Islam zu konvertieren. Unsere Gesellschaft beruht auf Toleranz und Toleranz leitet sich vom lateinischen Wort tolerare ab, was soviel heißt wie “ertragen, tragen”. Sprich man muss das nicht zwangsläufig gut finden was Andere tun, man akzeptiert es aber. Damit jeder frei ist zu tun was er will, haben wir unsere Justiz und Exekutive, die astrein funktionieren. Damit das weiter so gut läuft, muss man es entsprechend finanzieren. Paradigmenwechsel: Eine Kultur verbreitet sich, weil sie gewisse Vorzüge mit sich bringt. Warum soll die deutsche Kultur aussterben, wenn wir sie exportieren können? Wenn wir uns so sicher sind, dass die deutschen Tugenden geil sind, dann müssen wir rausgehen, die hier ankommenden Menschen an die Hand nehmen und zeigen, was uns deutsche ausmacht. Fleiß, Zusammenhalt, Kameradschaft, Ordnung, etc. Wir müssen den Menschen die Chance geben mitzumachen, starke Beispiele einer strahlenden deutschen Kultur vorleben, um andere mitzureißen. So und nicht anders kommen wir voran![/accordion]

[accordion title=”Wenn ihr Flüchtlinge so toll findet, warum nehmt ihr dann keine zuhause auf? “]Weil man andere Dinge zu tun hat als die Aufgaben des Staates zu übernehmen. Es gibt sicherlich Menschen, die sich auch privat dafür einsetzen den Flüchtlingen bei ihrer Notlage zu helfen. Davor kann man nur ganz tief seinen Hut ziehen, der Sollzustand sollte das jedoch nicht sein. In unserem Staat herrscht Aufgabenteilung, wir arbeiten und zahlen Steuern, damit der Staat die großen Probleme einer Gesellschaft anpackt und diese Aufgabe zählt dazu. Es gibt sicherlich Menschen, die gar nichts davon halten anderen Menschen grundsätzlich zu helfen, sie sollten jedoch bedenken, dass auch sie oft auf die Hilfe durch den Staat angewiesen sind. Oder bauen sie alle selbst Straßen, pflegen die Alten und sorgen für Kultur, Bildung und Sicherheit? Wir sind eine Solidargemeinschaft, das zeichnet uns aus und das macht uns gemeinsam stark. [/accordion]

[accordion title=”Warum sollen wir denn Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen?”]An diesem Punkt spalten sich die Geister. Fakt ist, dass unser Land massiv von Entwicklungsländern profitiert, deren Ressourcen ausbeutet, deren Heimat nicht selten durch den Abbau dieser Ressourcen auf lange Zeit versaut und mit seinen Emissionen, die weltweite Klimalage zunehmend verschärft. Die Menschen fliehen nicht nur von Armut, sondern vorallem vor Perspektivliosigkeit und an diesem Umstand muss man sich ganz schwer fragen, was wir als Nation damit zu tun haben könnten und wie wir die Ausgangslage dieser Menschen verbessern können, wenn wir uns denn mitverantwortlich für diese Situation fühlen. [/accordion]

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Weitere Artikel und Quellen zum Thema

 

Konstruktive Projekte und Ansätze in Ingolstadt

Wir führen hier ein paar Projekte auf, welche die Flüchtlingsproblematik konstruktiv angehen. An dieser Stelle möchten wir auch tief unseren Hut vor dem Engagement der Beteiligten ziehen.
Wenn ihr noch weitere Initiativen kennt, schreibt sie einfach in die Kommentarspalte unter diesem Artikel.

 

Alles im Butter. Das Kochprojekt vom Blickwinkel, bei welchem jugendlichen aus den unterschiedlichsten Ländern zusammen kochen. Aus all den Rezepten wird dann ein gemeinsames Kochbuch publiziert.  Zum Projekt

 

 

 


11817194_386230704909926_358947777366621574_nFexRadelt. Felix radelt die Flüchtlingsstrecke rückwärts und sammelt dabei Spenden für ein Füchtlingsprojekt und teilt die Eindrücke seiner Reise über seinen Blog.
Zum Blog  |   Zu Felix Facebook Fanpag

 

 

 


eichstatt

tun. starthilfe für flüchtlinge ist vom AK des studentischen Konvents, sowie studentisches Freimodul an der KU Eichstätt-Ingolstadt und organisiert deutsch Kurse im eichstätter Raum.  Zur Initiative  |  Zum Sat1 Bericht

 

 


11062161_350371418466841_6819634504540664767_nIngolstadt ist bunt ist eine Facebook Page die zu mehr Toleranz und einem bunten Ingolstadt aufruft und über themenspezifische Events und Aktionen auf dem Laufenden hält. Zur Facebook Page

 

 

 


wilkommenskulturWillkommenskultur Ingolstadt ist eine Facebookgruppe und sozusagen der Anlaufpunkt, an dem die ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe organisiert wird und neue Informationen ausgetauscht werden. Wer uptodate bleiben will und direkt an der Quelle der Informationen sitzen möchte, sollte hier beitreten. Zur Facebook Gruppe

 

 


 

Wie kann man helfen?

 

Sachspenden: Benötigt werden vorallem Kindersachen, Spielzeug und Winterklamotten ( Mützen, Handschuhe, Winterjacken). Die Sachspenden können entweder bei der Caritas abgegeben werden oder wechselnden Annahmestellen von Privatleuten, die sich um die Verteilung an die Flüchtlinge kümmern. Wo das ist aktualisieren wir fortlaufend hier:   zZ. Keine Abgabestelle bekannt oder eingerichtet

 

(Wo)men Power: Oft wichtiger als materielle Güter sind anpackende Hände und Menschen, welche die bei uns Ankommenden in das ingolstädter Leben integrieren, ihnen zeigen wie der Hase hier läuft, deutsch beibringen, Sachspenden sortieren und verteilen. Es gibt immer wieder viel zu tun. Wenn euch selbst kein Integrationsprojekt einfällt oder ihr einfach nur mal nebenbei ein Stündchen anpacken wollt, dann schickt uns einfach eine Nachricht an info@kurator.in ! Das ganze ist absolut unverbindlich. Wir bauen einfach einen Verteiler mit Freiwilligen auf, über denen wir schreiben was es zu tun gibt und wo Hilfe benötigt wird. Wo, wie und wie lange ihr dann mit anpackt entscheidet ihr.

 

Was noch? Das ist eine gute Frage. Wenn ihr wisst, was es noch zu tun gibt, dann schreibt uns einfach. Wir versuchen hier ein kleines Sammelsorium zu starten und freuen uns über jedweden Input!

 

Was steht an?

12038637_877881868967957_8652869274865095230_o02. Okt. 2015

Ingolstadt ist bunt in der Westpark Eventhalle. Neben verschiedenen Acts wird Felix von Fexradelt über seine Reise nach Marroko berichten. Zum Facebook Event

 

 


 

12038461_389235597913756_6685510323348945842_n06. Okt. 2015

Diskussionsveranstaltung zum Thema Refugees im DGB Gewerkschaftshaus. Zum Facebook Event

 

 


 

 

weitere Artikel zum Thema aus der Region:

 

 

 


 

Dieser Artikel gleicht einer Thread Öffnung. Wir werden diese Seite nach und nach mit strukturierten Informationen befüllen und euch über Änderung im Stream auf der Hauptsseite informieren. Aktuelle Themen bezogene Inhalte und Anregungen findet ihr auch unter entsprechendem Tag auf unserer Seite. In diesem Artikel hier werden wir versuchen einen inhaltlichen Überblick über das Thema zu geben, ebenso wie die aktuelle Diskussionlage in Ingolstadt, beteiligte Akteure und Diskussionsorte aufzuführen. Solltet ihr selbst interessante Informationen, Links, Meinungen oder Anregungen zum Thema haben, dann vermerkt diese doch einfach in der Kommentarspalte oder schickt uns eine Mail an info@kurator.in