großartige idee der stadt ingolstadt! die kette ‘Primark’ als lösung für die revitalisierung des zentrums.
wo könnte der laden der wegwerfartikel besser platz finden, als in der stadt der edlen vier ringe?

wieso eigentlich an einem ganzheitlichen konzeptprogramm arbeiten wenn man sich die arbeit auch von billigläden abnehmen lassen kann?

dass die innenstadt vom aussterben bedroht ist, ist kein geheimnis mehr. so manch einer beschwert sich über die schlechten parkmöglichkeiten, wobei man sich fragen muss wie lang die fußwege in der kleinen großstadt tatsächlich sein können, die man vom parkplatz bis zur ladentheke zurücklegen muss.
und während die einen sich noch über den todbringenden lärm der gastronomien&clubs beschweren, packen die anderen schon ihre koffer und sind schneller wieder weg als sie da waren ( ‘Thalia’ ).

lösels lösung ist also, die beliebte billigkette in die altstadt zu holen, damit einwohner einer der wohlhabendsten gegenden deutschlands sich ein paar 2€shirts kaufen können.

leiderleider kommt dieser jämmerliche versuch, die innenstadt zu retten, schon fast viel zu spät, da ihr durch westpark&village riesige konkurrenten gegenüberstehen.
konkurrenten, denen wir die täglichen verkehrsinfarkte und das angekreidete aussterben des zentrums zu verdanken haben.
konkurrenten, die der bequemlichkeit entgegenkommen, die kostenlose parkplätze bieten und eine perverse parallel-‘stadt’ mit bars ohne ambiente und restaurants ohne persönlichkeit.
konkurrenten, die die altstadt schon fast abgehängt haben.

eben weil wir autostadt sind, war es schon immer attraktiver selbst zu fahren, wenn sich die möglichkeit dazu bietet. durch die mangelnde gegensteuerung haben wir jetzt nicht nur schlecht getaktete buslinien, sondern auch horrende preise zu bezahlen. INVG, what r u doing?
ÖPNV ist die beste alternative die wir haben, nur sollte sie funktionieren, um genutzt zu werden!

umstrittene großprojekte wie das kongresshotel werden gegen alle widerstände durchgeprügelt, aber wehe die jugendhalle9 kostet mehr als erwartet!
das stadion wird kräftig mitsubventioniert, aber wehe das museum für kunst&design sprengt das kostenkorsett!

auf der schanz wird oft nicht weit über den weisswurschttopf hinausgeblickt, und hier zeigt sich mal wieder, wozu das führt! wir merken, wer die wirklichen profiteure dieser entwicklung sind und fragen uns, fragen euch:

schanz, quo vadis?