Der “Kampf” über die Verwendung des Gießereigeländes ist in vollem Gange. Das Projekt des Donaumuseum e.V., welche auf dem Gelände eine Ausstellungsfläche vorgesehen hatten wurde seitens des OB Lösel zugunsten eines digitalen Gründerzentrums abgeschossen. Für diejenigen die nicht wissen, um welches Gebäude/Gelände wir reden, hier ein kleiner Eindruck von IN FlowMotion:

 

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Sowohl ein Museum, als auch ein Gründerzentrum nutzen nicht das volle Potential

 

[toggle title=”Tacheles | So sieht es aus” state=”close” ]Wir haben in Ingolstadt bereits Museen zu jedem wichtigen Aspekt der Stadtgeschichte, die uns vortrefflich über unsere Wurzeln aufklären und uns diverse kulturelle anreize bieten. Brauchen wir neben dem Armeemuseum, dem Lechnermuseum, dem Museum für konkrete Kunst, und vielen weiteren in der Innenstadt, wirklich noch eine weitere überdimensionierte Ausstellungsfläche? Und vor Allem, gäbe es nicht noch andere Vorstellungen, was wir mit dem Gelände alles anfangen könnten? Sollten wir nicht lieber Kultur leben, als sie lediglich im Museum zu betrachten?

Wir finden, es sollte bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes nicht nur um rein touristische Aspekte und Geld gehen. Stattdessen sollte der Fokus wieder mehr auf den Bürgern dieser Stadt und seinen Bedürfnisse, Vorstellungen und Ideen liegen! [/toggle]

[toggle title=”Ein Gebäude mit Symbolkraft.” state=”close” ]Bei der Betrachtung des Gebäudes muss man zudem dessen einzigartige Lage in Ingolstadt berücksichtigen. Das historische Gemäuer thront quasi über dem Kern unserer Stadt, direkt an ihrer Lebensader, der Donau. Was hier errichtet wird, zeigt, wohin wir in Zukunft gehen wollen. Vor allem zeigt es auch, ob es ein gemeinsames gehen, oder ein gegangen werden ist. [/toggle]

[toggle title=”Ein positiver Blick in die Zukunft | maker culture” state=”close” ]Es gibt weltbekannte und gefeierte Zukunftsforscher wie Jeremy Riffkin, die uns am Anfang einer kollaborativen Zeit sehen, in der wir gemeinsam mit freier Software, smarten Chips, grünen Energien und dezentralen Produktionstechniken, wie dem 3D Druck, den Herausforderungen unserer Zukunft begegnen und in partizipativen Prozessen individuelle Lösungsansätze erarbeiten und lokal umsetzen.

Wir könnten in Ingolstadt mal unserer Zeit voraus sein und mit dem Kavalier einen großen Schritt in diese Zukunft gehen. Die neuen Technologien ermöglichen uns ganz neue Möglichkeiten unseren öffentlichen Raum zu gestalten und zu verwalten. Warum nutzen wir sie nicht? [/toggle]

 

Ein digitales Gründerzentrum wird der Vision von (gesellschaftlicher) Innovation und einem dadurch besserem Ingo/Welt nur in Teilen gerecht. Wie Grüne und die SPD befürchten, könnte ein digitales Gründerzentrum viele aus dem Areal im Herzen unserer Stadt ausschließen, nämlich all jene, die keine Ideen und Know-How für ein digitales Start Up haben.

Zudem wird ein elitäres Zentrum niemals den Mehrwert an Innovation bringen können, wie es ein der Bevölkerung geöffneter Raum (wie bspw. ein Open Innovation Space) vermögen würde. Will man Kreativität und Innovation fördern, muss man möglichst viele, möglichst unterschiedliche Leute zusammenbringen, mit den heutigen Möglichkeitsraum vernetzen und einen Rahmen stellen, in den man sich leicht begeben, bewegen und gestalten kann.

 

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Bürgerwerkstatt und Kulturstätte 4.o vs. Exklusivität und Klüngelei

 

Wir wollen hiermit weder gegen ein Donaumuseum noch gegen ein Gründerzentrum hetzen, sondern vielmehr dafür plädieren, ein Zukunftszentrum für uns alle zu bauen. Wir stellen uns eine dynamische Mischung aus gemeinschaftlichen Arbeitsplätzen, mietbaren Einzelflächen (Büro, Verkaufsflächen, Konferenzräume, Werkstatt- und Ausstellungsflächen), Zugang zu neuen Technologien, Vorträge, Diskussionen und Workshops zu aktuellen Themen aus Technik, Kultur und Gesellschaft vor.

Universell nutzbare Flächen/Formate, in denen sich viele kleine Einzelgewerbe für günstiges Geld ansiedeln können (ein kleiner kulinarischer Markt, Reperaturwerkstätten für Elektronik, outdoor “bio landwirtschaft” etc. wären denkbar), um die kulturelle Vielfalt und den Genuss in dieser Stadt zu erhöhen. Das sind Dinge, die wirklich vermögen unsere Lebensqualität in der Region zu steigern und die in Hinblick auf die Herausforderungen unserer Zeit wie bspw. Klima- oder Flüchtlingskrise zunehmend wichtiger werden. Wir müssen gemeinsame Kollaboration lernen, lernen uns zu verständigen und eine starke Gemeinschaft zu bilden, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.

 

[toggle title=”Wir haben alles, was wir dazu brauchen” state=”close” ]Für ein multikulturelles Hightech Bürgerzentrum haben wir alles vor der Tür, was wir dazu brauchen! Ein sehr geiles Gelände inkl. riesigem Gebäude in zentraler Stadtlage, eine riesige engagierte Truppe an jungen Leuten (Taktraum, Maki, Sux, etc.)  die es verstehen mit geringen Kosten und handmade eine Klasse Atmossphäre erzeugen zu können, wir haben sowohl MediaMarkt/ Saturn, als auch Audi, die mit Know-How und neuesten Produktionsmitteln aufwarten können, Programmierer und Designer, sowie unzählige Kulturschaffende und aktive Gruppen in Ingolstadt, die so eine Fläche nur zu gern bespielen und nutzen würden…[/toggle]

[toggle title=”Ein Zeichen setzen! | Nicht was sondern wie entscheidet” state=”close” ]Wir befinden uns heutzutage in einer Zeit, in welcher argwöhnisch auf “die dort oben” geschaut wird. Jahrelang hat man über die Köpfe der Menschen hinweg regiert, Wahlversprechen gebrochen und unseren Sozialstaat kaputt gespart. All das hat den Boden bereitet für die heutige politische Situation. Geringe Wahlbeteiligung und eine Radikalisierung nach rechts und links. Die Leute fühlen sich ohnmächtig, verarscht und  nicht mehr Teil der Sache.

Ein digitales Gründerzentrum, was nur jungen Internetunternehmern offen stünde und obendrein in einer Hau Ruck Aktion gegen den Willen anderer etabliert wird, würde genau dieses Bild einer abgehobenen “Führungsriege” bestätigen! Das beste was man gegen die Radikalisierung der “besorgten” und Abgehängten Bürger jetzt tun kann, ist Bürgerbeteiligung und Demokratie zu leben, aufeinander zu zugehen und die Dinge gemeinsam in die Hand zu nehmen und die neuen Möglichkeiten, die uns hierzu geboten werden, in all ihrer Fülle zu nutzen! [/toggle]

[toggle title=”Bürgerraum für Alle!” state=”close” ]Aus diesem Grund wünschen wir uns einen für jeden zugänglichen, flexiblen Bürgerraum, der die Möglichkeiten für alle Bürger unserer Stadt erweitert und einen Ort schafft, an dem man sich gerne trifft und seine Zeit verbringt. Kein elitärer, sondern geiler Scheiß! Ein gemeinschaftliches Projekt, dass den bestehenden Möglichkeiten und Situationen Rechnung trägt, alle Interessierte einbindet und sich der Zukunft, neuen Technologien und unserer gemeinsamen Kultur widmet. Gemeinsam gestaltet, vital und reich an vielen Einflüssen![/toggle]

 

[box type=”note” width=”100%” ]Deshalb sprechen wir uns dafür aus, das Gelände des Kavalier Dallwigk in einem offenem, bürgerschaftlichen Prozess gemeinsam zu gestalten und zu betreiben, anstatt es irgendwelchen privilegierten Gruppen zu zuschachern! Das Gebäude ist zu geil, um es in Ingomanier gegen die Wand zu fahren! Wir wissen alle, welche (baulichen) Eskapaden und Klüngeleien unsere Stadt bereits erlebt hat… nicht nochmal sowas bitte! Deshalb: Für ein modernes,kreatives und bürgernahes Kavalier Dallwigk!

Petition unterschreiben![/box]



PS: Der absolute Abschuss…

Wenn wir beim Kurator träumen, fantasieren wir davon, dass wir auf dem Weg der verlängerten Fußgängerzone zum vitalen Treiben des Kavaliers ziehen, uns vom regen Treiben im Gebäude mitziehen lassen, die Ergebnisse eines Bürgerworkshops zum Thema Innenstadt betrachten und uns im Anschluss auf der ausladenen Terrasse des Kavaliers einen kalten Mate genehmigen und langsam über die getunnelte Straße zur Donau hinab schlendern, wo wir im Sonnenuntergang junge Leute beim Reiten der Donauwelle bestaunen können. Das wär wirklich krass und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch reicher an Anziehungskraft, als es ein Museum, Gründerzentrum oder Bierbrunnen jemals zusammen sein könnten.