Sachen, die in der Region 10 gehen: Im Bierzelt “Sieg Heil” rufen, zum Faschingsumzug als kleine Gaudi einen Wehrmachtspanzer auffahren, in Reichertshofen & Hepberg Brandanschläge auf Geflüchtetenunterkünfte verüben oder einfach alltäglich seinen Hass auf Fremde bei Ingolstadt-today abladen.

Sachen, die in der Region 10 überhaupt nicht klar gehen: Antikriegsdemos organisieren, inhaltliche politische Arbeit leisten, Sozialismus als politisches Alternativsystem erwägen oder einfach die falsche (weil antifaschistische) Einstellung haben.

Auf dem linken Auge blind?

Aber da haben wir in Deutschland ja ein ganz grundsätzliches Problem, das sich bei uns dahoam nochmal in ganz anderer Brisanz zeigt. Das Versagen des Verfassungsschutzes bezüglich des NSU ist in aller Munde, täglich erfolgen Angriffe gegen das Leben von Refugees, aber dennoch stellen alternative Hausprojekte wie die Rigaer94 in Friedrichshain eine so massive Gefahr dar, dass nur FünfHundertschaften Abhilfe schaffen können.

Hagen Rether dazu:

 

 

Worte von Marc Uwe Kling zum Thema:

‚Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied.’
‚Doch, Doch’, ruft das Känguru, ‚die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos.
Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.’

 

Donaukurier Rant

Der Artikel des Donaukurier vom 4. Februar haut deswegen auch gleichmal voll drauf, ohne gründliche Recherche betrieben zu haben. Denn solange es gegen das linke Übel geht, sind alle Mittel recht. Dass man sich gemein macht mit der Anti-Antifa (bekannt durch Rhetorische Perlen aus Ingolstadt und Umgebung) bei Ingolstadt-today, die das Weinen anfängt wenn man den Nationalstolz auf Deutschland beleidigt und genau ein Standardargument ( ‚geh lieber arbeiten blahblah’ ) besitzt, ist da genauso egal wie die offensichtliche Absicht, das entstehen jeglicher linksalternativer Subkultur in Ingolstadt zu verhindern oder durch solcherlei Meinungsmache (Namensnennung inklusive) öffentlich zu diffamieren.

 

[toggle title=”Die Bedeutung linker Subkultur” state=”close” ]Dabei könnten wir es doch so gut gebrauchen. Denn Antifaschistische Aktion bedeutet nicht automatisch Gewalt&Randale. Wer Angst hat, dass sich die Innenstadt am 1. Mai in Kreuzberg verwandelt, sollte vielleicht mal den Aluhut abnehmen. Seit jeher ist die linke Szene der Entwicklungsmotor der Subkultur, schafft gedankliche und wirkliche Freiräume, die alternative Lebensentwürfe unterstützen und ermöglichen. Aber auch Aufklärung über rechte Umtriebe (Leak Diskussionsforum Zuwanderung) und Aktionen gehören dazu, ebenso wie die Organisation von Demos&Kundgebungen. Dass ebensoeine Antikriegsdemo als Säbelrasseln der ‚extrem radikalisierten Szene’ in Ingolstadt umgedeutet wird, na ja, was soll man dazu sagen?[/toggle]

[toggle title=”Tolerantes Ingolstadt gesucht” state=”close” ]Wir möchten gerne in einer Stadt leben, in der neben einer antifaschistischen Gruppierung auch eine sozialistische Vereinigung Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt, die Zivilcourage zeigen da, wo es nötig ist, die Haltung beweisen gegen diverse alltägliche oder unalltägliche rechtsextreme Vorkommnisse. Vor allem jetzt, da alle vom ‚Aufstand der Anständigen’ reden und selbigen fordern. Dort, wo fundierte Kapitalismuskritik noch als solche gesehen wird und eben nicht als Verschwörungstheoretisches, stalin-affines Gebrabbel. Wo Klassenkampf nicht als ‚Kampfbegriff’ mit automatischen Verweis an den Verfassungsschutz betrachtet wird. Und auch da, wo ein linker [Jugendlicher] nicht automatisch als Extremist gilt.[/toggle]

[toggle title=”Hält unsere Gesellschaft das aus?” state=”close” ]Nun muss man also im stile einer klassischen AfD-Verteidigung fragen, ob die Schanzer Gesellschaft das nicht aushalten sollte? Sie sollte nicht nur, sie muss sogar. Viel zu lange schon erleben wir eine rückwärtsgewandte politische Entwicklung, geprägt von dubiosen Absprachen, Stillstand und Weltfremdheit, Beispiele dazu fallen jedem sofort zuhauf ein. Natürlich ist nach vorne schauen nicht zwingend eine linke Angelegenheit, aber dass zukunftsweisende Visionen von der CSU kommen, möchten wir stark anzweifeln. Trau dich, Großstadt Ingolstadt, in die neuen ungewohnten Gefilde, wo alltagsrassistisches Stammtischgelaber keinen Platz hat, wo Haltung bewiesen wird und wo an zukünftiges gedacht wird. Denn da, wo die Republikaner im Stadtrat sitzen und der DK für den Artikel Applaus von der NPD bekommt, darf eine linksalternative Jugendkultur nicht an den Pranger gestellt werden.[/toggle]

[toggle title=”Was ist die Kämpfende Jugend überhaupt?” state=”close” ]

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“Bild” dir deine Meinung selbst

Weil keiner von irgendwelchen Websites oder einseitgen Rants einen guten Eindruck bekommen kann, haben wir die Kämpfende Jugend einfach mal aufgesucht und ein wenig nachgefragt. Zieht es euch rein!

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Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Gewalt"
Auf einen Cafe mit der kämpfenden Jugend Ingolstadt und deren sozialistischen Stammtisch.
Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Coole Aktionen"
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Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Klassenkampf"
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Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Globalisierung"
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Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Probleme mit Nazis"
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Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Resonanz"
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Kämpfende Jugend Ingolstadt: "Das Grundgesetz"
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[box type=”warning” width=”100%” ]ACHTUNG RANT!
Die hier im Artikel transportierte Haltung ist ein für sich stehender Kommentar. Sie spiegelt nicht zwangsläufig die Einstellung der Redaktion des Kurators wider und ist Teil eines sehr pluralistischen Meinungsspektrums in unserer Gruppe. Wir wollen vermeiden, dem redaktionellen Konformationszwang unsere Diversität zu opfern und haben deshalb das ‘Rant’ Format entwickelt. Hier kann sich jeder losgelöst von der redaktionellen “Linie” äußern und ggf. seiner Wut zu Themen jeglicher Art Luft machen. [/box]

 

[toggle title=”weiterführende Infos & Hintergrund” state=”close” ]Stellungnahme KJI
Gegendarstellung KJI
Stellungnahme La Resistance
Leak Diskussionsforum Zuwanderung Ingolstadt
Donaukurier über die Kämpfende Jugend[/toggle]