Donauufer

Utopie aus dem Ingolstadt der 2030er Jahre. Von Christian Lange, Vorsitzendem der BGI-Stadtratsfraktion und damit Vertreter echter Bürberbelange. Großer Freund klarer Worte, scheut er keine Konfrontation, die für Transparenz und Gerechtigkeit sorgt.

Besonders auffällig ist die Veränderung des Stadtbilds in der Innenstadt am nördlichen Ufer der Donau. Hier fahren keine Autos mehr und die Schloßlände ist zu Ingolstadts neuem Hotspot geworden. Zwischen dem Digitalen Gründerzentrum im Dalwigk und der Konrad-Adenauer-Brücke wurde die Straße in einen Tunnel verlegt und nun sind zwischen Stadttheater und Donau neue Gebäude und viele öffentliche Flächen entstanden.

Südlich des Theaters schließt sich das neue Kleine Haus an und die Zuschauer können während der Pausen in einem gläsernen Foyer den Blick über die Donau genießen oder sitzen auf den neuen Theaterterrassen, die über die Donau gebaut wurden. Daneben finden sich weitere Restaurants und ein Biergarten, die alle eines gemeinsam haben: eine große Donauterrasse, auf der man über bzw. auf dem Fluss sitzt.

Auf den Bau eines Kongresszentrums mit einem Hotel auf dem ehemaligen Gießereigelände war vor mehr als einem Jahrzehnt schon verzichtet worden, nachdem der berechtigte Ruf nach einem größeren Campus-Gelände immer lauter wurde und daher heute das gesamte Gelände von der THI genutzt wird. Stattdessen hat man den südlichen Bereich bis zu Donau erweitert und die Straße auch dort überbaut. Entlang der Restaurants und der Donauterrassen, die sich vom Dalwigk bis zum Stadttheater entlang aneinanderreihen, wurden zwischen den Gebäuden kleine Zeilen mit Ladenflächen und Markständen errichtet, in denen es ausschließlich regionale Produkte aus den unzähligen Höfen der Umgebung gibt.

Westlich des Stadttheaters ist dadurch zum Beispiel wieder ein echter Viktualienmarkt entstanden. In diesen Zwischengebäuden finden sich eine Vielzahl von kleineren und größeren Flächen, die für kurze Zeiten von Unternehmensgründern oder auch Bands, Künstlern und anderen Gruppen aus Ingolstadt angemietet werden können. Der Mietzins ist dabei so niedrig, dass ihn sich fast jeder leisten kann. Die Stadt ist Vermieterin dieser Flächen zur kurzfristigen Interimsnutzung (möglich ist eine Anmietung ab einer Woche bis zu maximal sechs Monaten).