Die Petition für ein Kavalier Dallwigk in Bürgerhand ist beendet und wir wollen uns hiermit ganz herzlich für Eure Unterstützung bedanken! Auch wenn wir die benötigten 1.600 Stimmen nicht zusammengebracht haben, so haben wir dennoch zusammen ein Zeichen gesetzt! Wir sind über 500 Ingolstädter Bürger, die bei Projekten wie dem Kavalier Dallwigk nicht mehr außen vor gelassen werden wollen und haben diesem Wunsch mit unseren Unterschriften Ausdruck verliehen!

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Die Thematik um das Dallwigk wurde öfter auch in Verbindung mit unserer Petition heiß diskutiert. Infolge der Entwicklungen bezüglich der Petition und zwei großen Artikeln im Donaukurier wurde unser Kollektiv zu diversen Workshops/Gesprächen eingeladen und zitiert. Dazu wollen wir nun Stellung nehmen und einige Punkte korrigieren.

"Es ging nicht um uns!"

Das wir hinzugezogen werden ist zwar sehr schmeichelhaft, geht aber am Kern der Sache vorbei. Einzelne Leute bei Belieben hinzuzuziehen ist etwas anderes, als allen die Möglichkeit der Partizipation zu geben und einen grundsätzlich offenen Rahmen anzubieten. Dieser Anspruch wäre in Anbetracht der Umwälzungen bezüglich der Digitalisierung mehr als wünschenswert. Zu sehen ist davon jedoch nicht viel.

90% Übereinstimmung ist uns neu

Im Donaukurier Artikel vom 30.04.16 hat der Präsident der THI behauptet mit uns gesprochen zu haben und, dass eine 90% Übereinstimmung bestehe. Das entspricht nicht der Wahrheit! Zu diesem Zeitpunkt fand solch ein Gespräch nämlich überhaupt nicht statt.
Den Vorstoß zum Gründerzentrum und auch das von Herrn Prof. Dr. Schober vorgelegte Konzept finden wir trotzdem sehr gut, aber sowohl die Kommunikation über das Projekt, als auch Gestaltung eines offeneren Rahmens hätte weitaus besser abgewickelt werden können. Mittlerweile stehen wir in Kontakt mit dem Präsidenten der THI und haben die Zusage erhalten, mehr Informationen über das Projekt zu erhalten, die wir dann unverzüglich mit Euch teilen werden!

Desweiteren wollen wir uns um die Klärung des Sachverhalts bemühen, weil genau derlei Dinge so nicht akzeptabel sind. Entweder der Fehler liegt bei Herrn Silvesters Recherche oder der THI Präsident hat bewusst gelogen oder beide haben eine schlechte Telefonverbindung und sich akustisch nicht verstanden.

 

Unsere Sorge | Kommerz ohne Herz!?"

Bei Gesprächen mit verschiedenen Akteuren rund um das zukünftige digitale Gründerzentrum haben sich außerdem einige Sorgen entwickelt. Wie es in Ingolstadt oft so ist, scheinen viele lediglich Dollarzeichen in den Augen zu haben. Wir hoffen jedoch sehr, dass bei der Personalie des Dallwigks und der Gestaltung seines Rahmens darauf Acht gegeben wird, dass das Gründerzentrum nicht zur sterilen Cash Machine entwickelt wird, sondern zu einer kreativen Ideenschmiede für unsere Stadt. Dabei sollen nicht nur Tech-Startups gezüchtet werden, die der lokalen Industrie einen Vorteil bieten. Das Dallwigk sollte ein Ort sein, an dem Bürger ihre Ideen verwirklichen können, die anderen Bürgern, der Stadt und der Gesellschaft zu Gute kommen! Die Digitalisierung soll im Dallwigk allen zugänglich gemacht werden, und frei für jeden Bürger sein. Da sicherlich die Investoren ihre monetären Interessen umsetzen wollen, plädieren wir daher an einen Geschäftsführer der einen bürgerfreundlichen Idealismus an den Tag legt und das Dallwigk damit belebt. Man muss allerdings hinzufügen, dass der komplette Ausgestaltungsprozess jedoch erst richtig anfängt, sobald Ingolstadt den Zuschlag für das digitale Gründerzentrum tatsächlich bekommt. Dann wird es spannend und wir werden natürlich am Start sein, um einen offenen Rahmen einzufordern!

Unsere Hoffnung | digitales Ingolstadt

Die digitale Revolution betrifft jeden. Uns stehen in sämtlichen Branchen massive Umwälzungen ins Haus, ein Großteil der Jobs wird vernichtet werden und einige neue mit neuen Arbeitsanforderungen werden entstehen. Auf der anderen Seite haben wir doch die neuen Technologien die Möglichkeit, Gesellschaft und Organisation völlig neu zu denken. Wir hoffen, dass aufgrund dieser Situation auch die gesellschaftliche Komponente im Dallwigk mitgedacht und behandelt wird. Ein digitales Gründerzentrum mit dem Leitbild eines digitalen Bürgerzentrums, könnte dabei helfen die Transformation zur digitalen Gesellschaft zu vollziehen und würde zugleich zu einem kreativeren Rahmen für die Gründer führen. Wir denken dabei an offene (kostenlose) Slots für kulturelle Initiativen, die sich mit der Digitalität und unserer Stadt auseinandersetzen, mit Bürgerworkshops zu digitalen Themen und Interaktionsmöglichkeit der Bürger über das, was auf den Veranstaltungsflächen des Gründerzentrums stattfindet. Der Zugang jenseits des Kommerzes ist in unseren Augen unabdinglich, um eine wirkliche innovative Umgebung zu schaffen. Wir müssen alle Bereiche der Gesellschaft beleuchten, um Ideen für Gründungen zu initiieren.

Diskussionkultur | Ingolstadt und verbrannte Erde

Wir haben mit uns gerungen, wie wir auf die Vorgänge reagieren und wie wir das Ganze einschätzen sollen. Unser Resumè war, das zu sagen, was wir denken. Das ist unser Wert den wir liefern können und das ist unserer Ansicht nach das, was von unseren Lesern erwartet wird.   Auch wenn wir es uns dabei mit bestimmten Leuten verscherzen könnten. Diese Dynamik ist typisch für die Ingolstädter Diskussionkultur. Man läuft Gefahr “sein Gesicht zu verbrennen” und dann auf Lebzeiten von der beherrschenden Stadtrats-Mehrheit in allen Lebensbereichen gegängelt zu werden. Deswegen halten viele mit ihrer Meinung hinterm Berg.   Eine toxische Situation, denn das verhindert freien Austausch, neue Ideen und Innovation. Und alternative Ansätze führen immer zu Reibungen, man sollte sie aber als Symptom einer reichhaltigen Debatte begreifen und nicht als unkonstruktive Störung des Stadtfriedens. Deswegen bleiben wir real und hoffen, dass alle Beteiligten damit “handeln” können!

Was nun und wie kommen wir ran?

Ergebnisse und Unterschriften der Petition

Die Ergebnisse unserer digitalen Partizipationsangebote sowie die Unterschriften dieser Petition werden wir visuell aufbereiten und der Stadt als Inspiration überreichen. Vielen Dank für Euren Input an dieser Stelle! Um auf dem Laufenden zu bleiben könnt ihr uns auf Facebook, Twitter, Instagram oder ein Auge auf unseren Blog haben!

Entwicklungen beim digitalem Gründerzentrum

Herr Prof. Schober und Herr Schleeh haben uns weitere Gespräche und Informationen angeboten. Wenn möglich, werden wir Interviews mit den beiden führen um euch Informationen aus erster Hand liefern zu können. Desweiteren soll am 18. Juni ein Barcamp stattfinden, in dessen offenem Rahmen mit Sicherheit auch Input zur Ausgestaltung des Kavaliers generiert werden kann. Herzu wird seitens Herrn Schleehs herzlich eingeladen!

Workshops bezüglich Bürgerbeteiligung

Die Stadt hat Herrn Mandel von der KU Eichstätt beauftragt das Thema Bürgerbteiligung zu beackern. Hierzu wurde eine Workshopreihe mit verschiedenen Fokusgruppen initiiert. Am 12.05 findet der Bürgerworkshop statt, der für alle Ingolstadt offen steht (zur Anmeldung). Desweiteren gibt es eine online Umfrage zum Thema. Wir empfehlen dringend an diesen Events zu representen. Wir waren selbst bereits bei einem der Workshops am Start. Was dabei rumgekommen ist könnt ihr hier nachlesen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und werden natürlich weiter berichten!

Vortragsreihe zum Thema Stadtkultur und Digitalisierung

Digitalisierung, Gesellschaft und Krise: Wir haben das “diffuse Gefühl”, das etwas ganz gewaltiges im Argen liegt (Arbeitsplatzverfall, Abgasskandal, Kulturwandel, radikaler Wandel der Organisationsstrukturen, Amazon und Einzelhandel, Umweltverschmutzung, Klimawandel und damit verbundene Flüchtlingsströme….). Die Krisen durchziehen jeden Bereich unserer Gesellschaft und wir müssen darauf reagieren, denn keiner will sehenden Auges in den Abgrund oder die digitale Totalität von Google und co. rasen. Die bisherige herangehensweise mangelt in unseren Augen an freien, kreativen Rahmen. Problemstellungen dieser Art erfordern kreative Herangehensweisen, deswegen wollen wir uns der Thematik “Stadtkultur und Digitalisierung” in einer experimentellen Vortragsreihe nähern. Das ganze soll unter dem Label “Kurator Talks” im Cafe Tagtraum stattfinden. (Livestream und digitale Interaktionsmöglichkeiten inklusive, auch über das phyische Event hinweg.) Wir wollen uns mit dieser Initiative experimentell auf die suche nach neuen Formaten begeben, um kreative Lösungen zu generieren, unsere haltungen zu diskutieren und zugleich die Kultur der kreativen Kollaboration gemeinsam zu erproben. Wir haben im Zuge dieses Vorhabens Audi, Media Markt und den Donaukurier angefragt, uns bei diesem Experiment zu unterstützen. (Unsere Arbeit geschieht aus idealem Anspruch, aber um hochwertigen Input an den Start zu holen braucht es Geld für Fahrkosten, Unterbringung und Aufwandsentschädigungen für die Dozenten etc.)

 

 

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Die Zukunft und unser Ansporn

Partizipation und Transparenz gehören der Zukunft, die Zeit wird uns recht geben! Der Weg dorthin ist allerdings holprig und muss von jeder Stadtgemeinschaft individuell beschritten werden. Es 
braucht die tatkräftige Zusammenarbeit der lokalen Bürgerschaft, um entsprechende Rahmen auszugestalten und eine neue politische Kultur zu schaffen und einzufordern!

 

Shout out an die Schwesis & Brudis!

Wir hoffen, dass wir uns diesbezüglich im Kreis dieser 500+ Ingolstädter weiter gegenseitig den Rücken stärken werden und gemeinsam für eine konstruktive politische Kultur eintreten. Es passiert viel und viele legen sich ins Zeug, um Alternativen zu schaffen und zu denken. Ein Beispiel sind die vier grauen Muskettiere rund um Jean-Paul Martin, die mit ihrem Wiki zu politischen Projekten in Ingolstadt versuchen, einen interaktiven Überblick über die Geschehnisse zu liefern.

Aber auch neben diesen oldschool digital Natives, gibt es eine große Masse umtriebiger Geister in unserer Stadt, die Swag haben und sich aktiv engagieren. Shout out an Euch da draußen! Dick was ihr da abfackelt und schön dass ihr am Start seid!

‪#‎Ingolstadtkannmehr‬