Der Lehrstuhl für angewandte BWL der KU Eichstätt versucht im Rahmen von fünf Workshops sowohl Maßnahmen, als auch Leitlinien zur erfolgreichen Gestaltung von Bürgerbeteiligung in Ingolstadt aufzustellen. Während sich die Studenten innerhalb der ersten zwei Workshops an die Verwaltungsebene und den Stadtrat der Stadt Ingolstadt gerichtet hatten, wurden im dritten Workshop, der am Montag, dem 02.05. stattfand, sowohl Vereine, als auch Initiativen, die sich unter anderem mit der Thematik der Bürgerbeteiligung in der Region auseinandersetzen, eingeladen.

Da wir uns aufgrund unserer Petition zur Nutzung des Kavalier Dallwigks in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema Mitbestimmung und dessen Notwendigkeit beschäftigt hatten, haben wir uns die Chance nicht nehmen lassen und sind dem Ruf der Einladung gefolgt.

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Zielsetzung des Workshops

Ziel des Workshops war es, Maßnahmen und Leitlinien herauszuarbeiten, die zu einer gelungenen Bürgerbeteiligung in Ingolstadt führen sollen. Hierzu wurden im Vorfeld herausgearbeitete Maßnahmen durch kleine Gruppen in Bezug auf potentielle Problemfelder und konstruktive Umsetzungsmöglichkeiten ausdiskutiert.

Neben der “Etablierung einer allumfassenden Dachmarke”, den “Ausbau von moderierten Bürgerversammlungen zu integrativen, interaktiven und bürgernahen Veranstaltungen” und der “Etablierung und Intensivierung der Jugendpartizipation” standen noch einige weitere Handlungsoptionen zur Debatte.

Umfrage und Bürgerworkshop

Da wir bei diesem Thema alle gefragt sind, ist hier der Link zur Umfrage (läuft bis zum 15. Mai) des Lehrstuhls, bei der Ihr selbst Eure Meinung einbringen könnt. Desweiteren findet am 12. Mai ein für alle Ingolstädter offener Bürgerworkshop statt. (Zur Anmeldung) Auf jeden Fall teilnehmenswert!

 

Unser Einschätzung

Wir fanden es etwas Schade, dass durch die Konzeption des Workshops eine gemeinsame Diskussion zwischen Verwaltung, Bürgern und Initiativen vorerst nicht geplant war. Dieser Eindruck schlug sich auf bei einigen Workshopteilnehmer nieder, die auf mehr Präsenz der Stadtregierung gehofft hatten. (Auch wenn der wissenschaftliche Aufbau im ersten Schritt einen direkten Dialog der Fokusgruppen bewusst vermeiden wollte, wäre zumindest eine Begrüßung seitens der Stadtregierung nett gewesen, um dem Engagement der Bürger eine klare Wertschätzung entgegen zu bringen.)

Unserer Auffassung nach entsteht ein konstruktiver Lösungsansatz nur durch Partizipation und gegenseitige Wertschätzung aller Parteien. Es ist aber in jedem Falle sehr lobenswert, das Thema der Bürgerbeteiligung nun ernsthaft und mit wissenschaftlichem Anspruch anzugehen. Letzten endes steht und fällt das Projekt aber mit der Aufbereitung sowie Übersetzung der gewonnenen Erkenntnis in den kommunalpolitischen Rahmen.

Wir hoffen durch unsere Teilnahme etwas zum Erfolg des Projektes beigetragen zu haben, werden weiter berichten und sind gespannt auf die Ergebnisse!