ACCESS ALL AREAS: Zugänge, Zuwendungen, Zusammenhalt

Als übergeordnetes Konzept, das sich während des *KURATOR‐Stipendiums von Fanny Hauser und Viktor Neumann entfaltet hat, widmete sich «Access All Areas» unterschiedlichen Bezügen und Lesarten des Zugangs. Im Kontext des aktuellen Zeitgeschehens wurde die besondere Rolle von Kunst und ihren Räumen betont, ästhetische und politische Imaginationsräume zu eröffnen, die Formen des Zusammenhalts und der Zuwendung erproben.

«Access All Areas» betonte mittels multiperspektivischer Dialoge die künstlerische und kritische Reflexion von Sichtbarkeitspolitiken und den Potenzialen von Opazität: Welche territorialen und kulturellen, ästhetischen und gedanklichen Räume können wir betreten, welche bleiben uns verwehrt? Wie lassen sich gesellschaftliche und soziale Strukturen aufbrechen und Zugänge schaffen, die über reine Inklusion hinausgehen und stattdessen Formen des aufrichtigen Dialogs und solidarischen Zusammenhalts über Grenzen hinaus ermöglichen?

Da vor Ort nur wenige Veranstaltungen mit Publikum stattfinden konnten, waren die Vermittlungsmöglichkeiten leider eingeschränkt. Via online-Formate präsentierten Fanny Hauser und Viktor Neumann ihre Ausstellungen im Rahmen zahlreicher Vorträge in der Schweiz und darüber hinaus, darunter an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Kunsthochschule Basel/Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK FHNW), Kunsthistorisches Seminar Zürich sowie der Universität für Angewandte Kunst Wien, HfG Karlsruhe und dem Kunstverein Hildesheim.
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The overarching curatorial concept of the *KURATOR stipend by Fanny Hauser and Viktor Neumann was titled «Access All Areas». Dedicated to the manifold notions of “access,” the program emphasized the particular role of artistic practices that explore new aesthetic and political forms of kinship and devotion.
By encouraging polyphonic narratives, the concept critically reflects upon the politics of representation and the potentials of opacity: Which territorial and cultural sites, which aesthetic and discursive spaces may be entered and by whom? Which strategies can be used to subvert normative structures and enable forms and ideas of access beyond mere inclusion, encouraging the proliferation of new forms of solidarity?